Zum 100sten Geburtstag der römischen Rösterei Danesi schreibt der "Il Messaggero" 2005: "Geheimmischung" wird 100 Jahre alt.
Der italienische König befand sich in seiner Sommerresidenz, dem Quirinalspalast, die Automobile in der Stadt konnte man noch an einer Hand abzählen, aus der Via Tomacelli wehten einem Düfte aus fernen Ländern um die Nase. Man schrieb das Jahr 1905 und Alfredo Danesi, Sohn eines Schmieds, hatte die Idee seines Lebens: eine Kaffeerösterei zu eröffnen, seinen Kaffee im eigenen Laden zu rösten, “geheime” Mischungen zu kreieren, die Aromen exotischer Gewürze aus den Regalen seines Kolonialwarenladens enthalten sollten: Pfeffer, Zimt, Curry, Muskatnuss.
100 Jahre und mehrere Millionen verkaufter Tassen Kaffee später, feiert die Rösterei Danesi Caffè - die heute mit hundert Angestellten ihren Kaffee in 42 Länder exportiert - in der Villa Aurelia ihr 100-jähriges Firmenjubiläum. Alfredo Danesi (66) und sein Bruder Roberto (61), Söhne des legendären Nino, der aus dem Laden seines Vaters den Grossbetrieb machte, bedankten sich bei ehemaligen und gegenwärtigen Mitarbeitern. Nach der Geschäftsgründung in der Via Tomacelli 1905 wurde ein weiterer Laden in der Via Ferrari eröffnet. 1956 zog die Firma zum ersten Mal um, 1978 dann ein weiteres mal an den heutigen Standort, wo genügend Platz für die Produktion vorhanden ist. Heute findet man die Marke Danesi in 22.000 Bars, Hotels und Restaurants weltweit. Alfredo Danesi: "Wir sind mit Kaffee im Blut aufgewachsen. Das Geheimnis? Es ist die Tradition. Man muss wissen, wie das Produkt Rohkaffee beim Röstvorgang reagiert, und die Mischungen kennen, die von Generation zu Generation weiter gegeben werden.” Bei den Feierlichkeiten war auch Ubaldo Liberati (72) anwesend, der seit 50 Jahren der Firma als Misch- und Röstmeister und "Nase" angehört.